2008 Orlanding the dominant

Eine queere Burlesque

Die queere Burlesque „Orlanding the Dominant“ ist eine Kooperation der Performanceband SV DAMENKRAFT(Wien), einem Mitglied der Sissy Boyz(Bremen) und der Musikerin Gustav(Wien). 

Unterhaltungsformate von musikalischen Revuen, im Speziellen queere Shows wie „New Burlesque“ verführten die PerformerInnen zu dieser Show.  Es verleitete das eigens gegründete Kollektiv dazu, den klassischen Konzert- oder Theaterrahmen zu verlassen und neue Performance und Band-wege zu beschreiten. 

Orlando– der erste große literarische Erfolg Virginia Woolfs – gehört zu den kanonischen Texten der Frauen- und Queerbewegung bzw. der gender studies. Zugleich ist der Roman ein Klassiker der englischen Moderne, der surrealistisch geschickt die gesellschaftliche und persönliche Realität poetisch bricht und sich selbst als autonomes ironisches Kunstwerk ausgibt.  

Die Biographie der Figur “Orlando”, der/die das Geschlecht (sex) nach langer Schlafphase wechselt, und vom elisabethanischen Zeitalter bis in die Gegenwart lebt, gibt den konkreten Setzungsrahmen für die freie Bearbeitung und Konfrontation mit queeren Texten, Motiven, Personen und unterschiedlichen geschlechtlich-subversiven Verkörperungs-anordnungen.

Orlanding, Transforming, Performing: Im Unterhaltungsformat einer musikalisch-theatralen Burlesqueentstehen dementsprechend Geschichten über Orlando, sein Leben, ihre Zustände,  prägende Ereignisse und Choreographien performativen Agierens. Der Einsatz von Popmusik spielt in den Konzerten von SV DAMENKRAFT, Gustav und den SISSY BOYZ eine wichtige Rolle. Musical, Hip-Hop, Techno, Electronic, und Rock-Zitate werden eingesetzt, um Situationen zu kreieren bzw. auch zu verfremden.

von & mit: Katrina Daschner, Eva Jantschitsch, Sabine Marte, Gini Müller, Christina Nemec, Tomka Weiss, Tanja Witzmann

Assistenz: Florian Wagner, Julia Kläring

Outfits: Fabrics Interseason

ORT: brut im Konzerthaus, Lothringerstraße 20, 1030 Wien
ZEIT: 8.-12. Jänner 2008 und 15.-19. Jänner, 21 Uhr

Eine Koproduktion mit brut Wien, unterstützt von der MA7 Wien Kultur.